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Vorort-Infos aus Südengland

von Kordula Möring 19.11.2021 ⋅ 11.08.2022 11:35 ⋅ Weitsicht

Unsere liebe Freundin und Lektorin Kordula schreibt uns ein paar Eindrücke aus Südengland (12.11.21). Vielen herzlichen Dank.

Hello there – Ann hatte mich gebeten, mal einen kurzen Einblick ins großbritannische Leben zu geben. Here you go :-)

Seit 3 Jahren wohnen wir in in einem kleine Städtchen in Südengland und hätten nicht gedacht, dass wir mal froh sein würden, hier und nicht in Deutschland zu leben. Zumindest im Moment. Hier ist seit Mitte Juli die Ge- und Verbotsbotslage relativ entspannt; ich schätze, so um die 70-80% der Leute zieht zum Einkaufen Maske an; ansonsten, sei es Pub oder Konzert, so gut wie keiner.

In der Zwischenzeit kennt man persönlich Leute, die C haben/hatten; etliche Kollegen meines Mannes haben oder hatten jetzt frisch C, die meisten davon geimpft; haben aber oft nur wenig Symptome.

Ich muss vorweg schicken, dass ich so gut wie kein fern sehe und mich nur manchmal kurz durch verschiedene Zeitungen klicke. Alles was hier steht, ist also subjektiv gesehen. Vom Gefühl her ist die Kluft hier zwischen Geimpft und Nichtgeimpft nicht ganz so tief wie in Deutschland; obwohl auch hier fleißig an der Heilsbotschaft „Impfung“ gearbeitet und auch viel Druck aufgebaut wird. Und bei vielen Leuten hat das Erfolg. Und möglicherweise hält auch englische Höflichkeit unsere Nachbarn davon ab, uns Nichtgeimpfte zu „bedrängen“. ;-I

Natürlich gibt es auch in UK Widerstand; ich hab nur bis vor kurzem keinen gekannt, der nicht geimpft ist – dachte ich. Inzwischen gibt es ein paar Kontakte zu Leuten, die ich vor C. über alternative Veranstaltungen kennen gelernt hatte – Gott sei Dank. Frau fühlt sich nicht mehr ganz so alleine ;-)

Schwere Impffolgen haben wir bei Leuten, die wir persönlich kennen, zum Glück keine mitbekommen. Folgen gibt es, aber die werden meist nicht mit der Impfung in Verbindung gebracht: die krebskranke Nachbarin hat 2 Wochen irre Kopfschmerzen; aber da die „erst" 2 Wochen nach der 2. Impfung auftraten, konnten die unmöglich mit selbiger zusammen hängen. Der 87jährige Nachbar hat nach Impfung Gürtelrose, die man aber gut in den Griff bekommen hat; aber sein rechtes Bein schwillt nicht ab – kann nicht mit Impfung zusammen hängen. Vom Hörensagen kenne ich sehr starke Folgen (bei der Schwester einer Klientin brachen quasi alle überstandenen und chronischen Erkrankungen gleichzeitig wieder aus); etc., aber das ist halt nur Hörensagen.

Irgendwann erschien der Tod einer Moderatorin nach Impfung in den Schlagzeilen; und „Talk Radio“ stellt immer wieder sehr kritische Fragen bzw. bringt andere Zahlen und Berichte; aber möglicherweise hört das kaum jemand (es wird tatsächlich nur geredet bei dem Sender; ich glaube, das überfordert inzwischen viele). 

Brexitmäßig ist die Bürokratie immens nach oben geschossen; Import ist sehr teuer; zwischen 20-25%. Mich schmerzt besonders, dass man nicht mehr einfach deutsche, alternative „Pharma“-Produkte bekommen kann (also Spenglersan, Ceres, Phylak, etc etc). Deutschland hat einen so wunderbaren Markt an alternativen Medikamenten (noch). Jetzt kostet ein Päcken 15 Euro und theoretisch muss ab 39 Pfund Wert (glaube ich) auch Zoll bezahlt werden. Und so wird hier wohl auch allgemein die Auswahl langsam immer kleiner werden.

Ich habe 1990 in Birmingham studiert und die Essenslage sowohl in Mensa, als auch im Pub, noch gut in (negativer) Erinnerung. Das hat sich komplett geändert; selbst kleinste Pubs, von Restaurants ganz abgesehen, bieten leckeres, variantenreiches Essen inkl, Vegetarisch, oft auch Vegan an. Ich habe gestaunt, als wir vor 3 Jahren hierher kamen. Mal sehen, wie lange das noch so bleibt. Der Italiener hier im Ort (immer proppenvoll, alles aus Italien) hat verkauft. Die Aussicht ist nicht prickelnd.

Boris Johnson hatte ‚„Glück“, dass C kam, denn nun kann er alles auf den Virus und seine Folgen schieben; Brexit ist nur noch bedingt ein öffentliches Thema. Es ist ein krasses Thema für alle, die irgendwie mit Im- und Export zu tun haben, aber das wird zum einen ausgeblendet, zum anderen spielt natürlich tatsächlich auch die „Pingdemie“’ eine Rolle. Die Tracing-App verdonnert virtuell zur Eigenquarantäne – übrigens selten ein Muss. Aber es wird von vielen in Anspruch genommen. Und so entsteht neben dem Mangel an ausländischen Arbeitern (Kellner/innen, Erntehelfern, Truckdriver…) auch der Mangel an „Eingeborenen“.

Truckdrivermangel hat wohl maßgeblich zum Spritchaos geführt – und das Hamstern. Sprit ist da, aber nicht genug Fahrer, um alle Tankstellen zu bedienen. Und alle fahren tanken - das war ein paar Tage totales, danach geordnetes Chaos.; nach rund 2 Wochen hatte sich die Lage wieder normalisiert. Es wird dabei viele Leute gegeben haben, die nicht wirklich Benzin brauchten – ähnlich wie die ganzen Rentner, die hier in den Häfen ihre Boote liegen haben. Nicht, dass die wirklich Bötchen fahren – viele paddeln raus zum Ankerplatz und verbringen dann den Tag auf dem verankerten Boot. Sie haben aber auch Zeit – und so haben sie gleich alle ihre Boote vollgetankt. Und prompt hatten die Fischer Probleme; konnten die ersten Tage zum Teil nicht mehr arbeiten. Hamstern, vor allem unnötiges, ist wahrscheinlich ein weltweites Problem...

Aber ja, auch jetzt gab und gibt es Engpässe – der kleine Coop-Laden hier ist oft relativ leer; und mal sind im Riesen-Tesco keine Mülltüten mehr oder ganze Katzenfuttersorten weg. Aber bis jetzt alles undramatisch. Wie das allerdings auf lange Sicht wird, bleibt abzuwarten.

Als Ungeimpfte muss ich momentan sowohl in Deutschland als auch UK je 10 Tage in Quarantäne und so wie es aussieht, werden die Auflagen ja immer krasser. Ich war das letzte Mal letztes Jahr Oktober in Deutschland und weiß nicht, wann ich das nächste Mal kommen kann. Die Hoffnung liegt auf nächstem Sommer, aber wer weiß…

Aber Weihnachten kann kommen – wir haben noch Knödelpulver und Blaukraut 😁😇

Liebe Grüße, schöne Weihnachten und dass der gesunde Menschenverstand bald wieder Einzug erhält!
👋

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