Dringende Unterstützung zur Rettung des Hofprojekts von Familie Timm benötigt

von Katrin Timm ⋅ 01.10.2020 ⋅ 06.10.2020 12:14 ⋅ Weitsicht, Gemeinschaft

Über viele Jahre hinweg suchten wir einen Flecken Erde, auf dem wir unser endgültiges Zuhause finden und verbunden mit der Natur leben können. Im Herbst 2013 bekamen wir als Teilnehmer eines Treffens des Netzwerkes Miteinandersein von einer weiteren Teilnehmerin den Hinweis auf einen frei gewordenen Hof, bei dem wir nach erster Inaugenscheinnahme gleich das Gefühl hatten, dass dieser Hof der unsere werden könnte. Es fühlte sich sofort wie nach Hause kommen an. Fortan haben wir nicht mehr weiter gesucht, obwohl es über ein weiteres Jahr, das ins Land ging, alles andere als klar war, ob der Hof überhaupt verkauft werden sollte und falls doch, ob überhaupt an uns, denn neben anderen vorhandenen Bewerbern mussten auch noch die regionalen Landwirte berücksichtigt werden. 

Wir hatten Glück und im Mai 2015 war Notartermin. Seit dem sind wir – größtenteils in alleiniger Fleißarbeit auf der Grundlage professioneller Planung – dabei, das Haupthaus in der Form zu sanieren, dass wir nach einem umfangreichen Zaunbau, welcher den ersten Sommer beansprucht hat, das zweite und dritte Jahr aussschließlich entkernt und herausgerissen haben, Böden abgeschachtet, riesige Feldsteine hinaus befördert, alle Decken, Böden, Wände entfernt, Fenster aus- und neue eingebaut usw. Danach konnte der Aufbau bzw. Innenausbau beginnen und dauert bis heute an.

Trotz bisheriger nicht ganz leichter Phasen haben wir immer an unserem Ziel festgehalten, haben uns nie entmutigen lassen. Im Januar diesen Jahres mussten wir einen nicht ganz unerheblichen gesundheitlichen Einschnitt verkraften, welcher unser Leben und unsere Zeitabläufe gehörig auf den Kopf stellen sollte. Plötzlich und völlig unerwartet war ich mit Nierenversagen konfrontiert, was eine sofortige Behandlung im Klinikum mit Dialyse, diversen Untersuchungen und OP erforderlich machte. Nach reichlich vier Wochen wieder so weit hergestellt, dass ich zwar nach Hause konnte, fortan jedoch täglich 9 Stunden Dialysebehandlung habe, was das bisherige Zeitmanagement unmöglich machte. Der Baufortschritt geriet in Verzug und wir konnten einen von der Kfw gesetzen Termin nicht einhalten, weswegen bereits die Kreditkündigung mit allen Konsequenzen über uns hing. Wir versuchten jedoch unser Glück und stellten einen Antrag auf Fristverlängerung, dem nach Monaten des Bangens stattgegeben wurde.

Bis Ende des Jahres müssen wir nun einen vorgegebenen Baufortschritt erfüllt haben, was unter anderem die winddichte Hülle und den Einbau und die Inbetriebnahme der Heizung umfasst. Dort liegt nun die Schwierigkeit, denn durch die nur eingeschränkte Möglichkeit, unter vorgenannten Umständen zu arbeiten und zusätzlich durch Corona sind wir in die Situation geraten, dass aktuell das Geld für das Fortbestehen des Projektes nötige Heizung und deren Einbau fehlt.

Nun suchen wir dringend Mittel und Möglichkeiten, um das Projekt zu retten. Viellelicht besteht die Möglichkeit, dies über z.B. Beteiligungen von Stiftungen, Vereinen, privaten Förderern gegen z. B. Erwerb von Anteilen oder worauf man sich auch immer einigen kann – wir sind für Ideen offen. Natürlich nehmen wir auch gern die Hilfe freie Unterstützer und / oder handwerkliche Unterstützung an bzw. würden uns ebenso über Spenden freuen.

Unser Hofprojekt - das haben wir vor

Bisher haben wir uns beide schon viel Wissen aus einschlägiger Literatur, Besuchen von Höfen, welche ökologisch arbeiten und Erfahrungsaustausch mit Menschen, die bereits gesunde Lebensmittel produzieren und Böden ökologisch und nachhaltig nutzen, angeeignet und uns Informationen aus Publikationen wie z.B. des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, der Sächsischen Landesstiftung für Natur und Umwelt, der Sächsischen Landesanstalt für Landwirtschaft, dem Deutschen Verband für Landschaftspflege, dem Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt etc. beschafft.

Gern möchten wir den Hof in seinen Bestandteilen erhalten und kleinbäuerlich nutzen:

  • schonende Erhaltung, Überarbeitung und Pflege der Bausubstanz unter Nutzung ökologischer Baustoffe mit nachwachsenden Rohstoffen, da diese gegenüber konventionellen Produkten wesentliche Vorteile für die Bausubstanz aber auch für das Raumklima aufweisen
  • Nutzung von erneuerbaren Energien im Bereich Heizung, Strom- und Wasserbereitung und umweltfreundlicher Einsatz von biogenen Stoffen



  • Anbau gesunder, hochwertiger LEBENSmittel, zur Selbstversorgung und auch – wenn gewünscht als Beitrag zur regionalen Versorgung vor Ort und darüber hinaus (hier sowohl der Verkaufs- als auch der Tauschgedanke: Ware gegen Ware, Ware gegen Leistung etc. vorhanden, die Zeiten ändern sich und wir möchten Möglichkeiten schaffen)
  • Anbieten darüber hinaus regional hergestellter Produkte 
  • Anbau alter und gefährdeter heimischer Obst- Gemüse- und Getreidesorten, Erhaltung genetischer Vielfalt und wertvollem Kulturgut
  • sorgsamer und schonender Umgang mit der Natur, nachhaltige Bewirtschaftung und Pflege des Bodens unter Nutzung biologischer Verfahren und Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel – im Einklang mit der Natur, für die Natur
  • Nutzung von Pflanzensymbiosen zur wechselseitigen Nährstoffversorgung und Fernhalten von Schädlingen, Rückbesinnung auf die natürlichen Stoffkreisläufe
  • interessierte Menschen, auf natürliche Werte, Naturschätze und Zusammenhänge von schonender Nutzung und Naturerhaltung hinweisen und letztendlich dazu beitragen, Lebensqualität der Menschen zu erhalten
    Förderung des Erfahrungsaustausches zwischen Gleichgesinnten
  • Anbieten von (Mitmach-)-Seminaren, um Menschen (auch Schulklassen) die nachhaltige Landwirtschaft näher bringen, darauf aufmerksam zu machen, was gesunde Böden ausmacht und was sie brauchen, wie man sie nährt und wie Obst und Gemüse (vorrangig alte Sorten) sich so ergänzen kann, dass es ohne Düngemittel, Insektizide, Pestizide etc. auskommt
  • Anbieten von Lesungen, Kursen, Vorträgen, Angeboten für Kinder, Kunst und Kultur - auch als Möglichkeit für Drittanbieter
  • Begegnungsstätte für Gleichgesinnte  - Seminarräume zum miteinander arbeiten, austauschen, arbeiten, lachen, leben...
  • bei uns untergestellte Objekte des Dorfmuseums behalten weiterhin ein Dach über dem Kopf und ihren Platz
  • gern möchten wir den Charme des Hofes und des Wohnhauses erhalten, letzteres auch mit entsprechenden Möbeln ausstatten
  • Vorhandene alte Möbel und / oder landwirtschaftliche Geräte, die von den Alteigentümern zurückgelassen wurden, werden wieder integriert

Möglichkeiten zur Rettung des Projekts

Wir würden uns riesig darüber freuen, wenn sich Menschen finden würden, die uns in irgend einer Form unterstützen möchten bzw. die eine Kooperation mit Gewinn für alle Seiten mit uns eingehen möchten. Gern geben wir bei Interesse weitere Auskunft über den aktuellen Bautenstand, die anstehenden weiteren Schritte und die noch benötigte Unterstützung.

Auch jede Idee, wie man die Dinge voranbringen kann (vllt. kennt jemand Menschen, die ähnliche Projekte in ähnlicher Form umgesetzt haben). Über jeden noch so kleinen Beitrag freuen wir uns und sichern selbst zu, dass wir alle unsere Möglichkeiten ausschöpfen, das Projekt nach Kräften voranzubringen. 

Über Kontaktaufnahme unter hausundhof@s303161547.online.de freuen wir uns und antworten schnellstmöglich.

Für finanzielle Unterstützung für die Beschaffung benötigter Materialien sind wir sehr dankbar, Arbeitsleistungen werden größtenteils kostensparend in Eigenleistung ausgeführt:

Hans-Jörg und Katrin Timm
IBAN: DE63870520004631000126
BIC: WELADED1FGX
Kontonummer: 4631000126
BLZ: 87052000
Sparkasse Mittelsachsen

Katrin und Hans-Jörg Timm mit Hündin Luna

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